Integration & Schnittstellen
Laborakte fügt sich in Ihre bestehende Labor-IT ein — ohne Datensilos, ohne Doppelerfassung. Eine offene REST-API, drei dokumentierte Konnektoren und SSO mit SAML oder OIDC sorgen dafür, dass Ihr GVO-Logbuch dort entsteht, wo Ihre Forschung schon läuft.
Auf einen Blick
- ✓Offene REST-API mit OAI-Schema, Key-Authentifizierung und Rate-Limits pro Labor.
- ✓Vorkonfigurierte Konnektoren für gängige LIMS / ELN / ERP sowie CSV- und Excel-Import.
- ✓SSO mit SAML 2.0 oder OIDC, Scopes pro Rolle, Just-in-Time Provisioning.
- ✓Audit-Trail bleibt lückenlos — Schreibvorgänge über die API werden genauso protokolliert wie manuelle Einträge.
Was Laborakte anbindet
Laborakte versteht sich als Audit-Trail-Schicht über Ihrer bestehenden Labor-IT. Sie erfassen Stammdaten, Proben und Tätigkeiten dort, wo sie ohnehin entstehen — LIMS, ELN oder ERP — und Laborakte reichert sie um den gentechnikrechtlichen Kontext an. Das Ergebnis: ein durchgängiger Audit-Trail vom Forschungseintrag bis zum Formblatt Z, ohne doppelte Tipparbeit und ohne neue Silos.
REST-API: offen, dokumentiert, versioniert
Alle Entitäten — Organismen, Projekte, Tätigkeiten, Risikobewertungen, Audit-Trail — sind über eine REST-API erreichbar. Das Schema ist als OpenAPI 3.1 veröffentlicht; jeder Endpoint trägt eine Versionsnummer im Pfad. Authentifizierung läuft über API-Keys mit Labor-Scope, sodass ein Schlüssel nie mehr Rechte erhält als die Rolle, die ihn ausstellt.
Schreibzugriffe über die API erzeugen genau dieselben Audit-Trail-Einträge wie manuelle Klicks — inklusive Zeitstempel, Benutzer und Hash. Damit bleibt die Revisionssicherheit nach GenTAufzV auch dann gewahrt, wenn Pipelines die Daten anliefern.
SSO mit SAML 2.0 oder OIDC
Laborakte unterstützt Single Sign-On über SAML 2.0 und OpenID Connect. Anbindungen an Microsoft Entra ID (Azure AD), Okta, Authentik, Keycloak und selbst gehostete Identity Provider sind dokumentiert. Rollen- und Gruppen-Scopes werden Just-in-Time provisioniert, sodass neue Mitarbeiter sofort die passenden Berechtigungen erhalten — ohne separates Einladen.
Vorkonfigurierte Konnektoren
Für die häufigsten Labor-Landschaften liefern wir getestete Konnektoren. CSV- und Excel-Importe sind eingebaut; ein Mapping-Wizard führt sicher durch die Spalten-Zuordnung.
LIMS-Anbindung
Proben- und Auftragsdaten fließen direkt in die Laborakte-Tätigkeitsliste.
ELN-Anbindung
Versuchsprotokolle werden mit GVO-Kontext und Sicherheitsstufe verknüpft.
ERP- und CSV-Import
Stammdaten und Chargennummern ziehen Sie aus SAP, CSV oder Excel in Laborakte.
Behörden-Export
Formblatt Z als PDF, Excel oder XML für die Online-Meldung der zuständigen Landesbehörde.
LIMS- und SAP-Anbindung
Wer ein Laborinformations- und Managementsystem (LIMS) und ein ERP-System wie SAP betreibt, klärt bei jeder Anbindung zuerst, welche Daten zwischen den Systemen fließen sollen und in welche Richtung. Die folgenden Muster sind herstellerunabhängig; welches davon passt, hängt von den Schnittstellen ab, die Ihr LIMS und Ihr ERP bereitstellen.
Stammdaten und Bewegungsdaten trennen
Stammdaten sind langfristig gültige Grunddaten, die sich selten ändern — im Labor etwa Organismen, Projekte, Materialien und Personen. Bewegungsdaten bilden dagegen Vorgänge ab und ändern sich laufend: Proben, Aufträge, Tätigkeiten oder Buchungen. Für eine saubere Anbindung legen Sie je Datenobjekt fest, welches System führend ist. Wird eine Chargennummer zum Beispiel im ERP vergeben, wird sie dort gepflegt und in den übrigen Systemen nur übernommen.
Drei Wege des Datenaustauschs
- 1.Datei-Austausch (CSV, Excel): Exporte aus ERP oder LIMS werden zeitversetzt eingelesen. In Laborakte ordnet ein Mapping-Wizard die Spalten zu — so übernehmen Sie zum Beispiel Stammdaten und Chargennummern aus SAP.
- 2.Programmierschnittstelle (REST-API): Systeme lesen oder schreiben Daten direkt, sobald ein Vorgang entsteht. Die Laborakte-API ist als OpenAPI 3.1 beschrieben; Schreibzugriffe erzeugen dieselben Audit-Trail-Einträge wie manuelle Eingaben.
- 3.Vorkonfigurierte Konnektoren: Für gängige LIMS- und ELN-Plattformen liefern wir Konnektoren; andere Systeme binden Sie über die REST-API an.
Single Sign-On regelt dabei nur die Anmeldung der Benutzer, nicht den Austausch von Labordaten.
Was im GMP-Umfeld dazugehört
Läuft die Anbindung in einem GMP-regulierten Bereich, formuliert Annex 11 des EU-GMP-Leitfadens (computergestützte Systeme) mehrere Erwartungen an Schnittstellen:
- ✓Für kritische Systeme soll eine aktuelle Systembeschreibung vorliegen, die unter anderem Datenflüsse und Schnittstellen zu anderen Systemen oder Prozessen beschreibt (Annex 11, Ziff. 4.3).
- ✓Systeme, die Daten elektronisch mit anderen Systemen austauschen, sollen geeignete eingebaute Prüfungen für die korrekte und sichere Eingabe und Verarbeitung der Daten enthalten (Ziff. 5).
- ✓Werden Daten in ein anderes Format oder System migriert, soll die Validierung prüfen, dass sie dabei weder im Wert noch in ihrer Bedeutung verändert werden (Ziff. 4.8).
Wie Annex 11 die Validierung computergestützter Systeme regelt und was die US-Vorschrift 21 CFR Part 11 für elektronische Aufzeichnungen und Unterschriften vorgibt, erklärt der Abschnitt Computergestützte Systeme validieren (CSV) auf unserer Seite zur GMP-Software.
Sicherheit & Datenschutz
Alle API- und SSO-Verbindungen laufen TLS 1.3. Daten werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren gespeichert (DSGVO-konform, ISO 27001). API-Keys sind in Vault-Systeme einbindbar, kein Schlüssel erscheint im Klartext in Logs. Auf Wunsch löschen wir alle Daten spätestens 30 Tage nach Vertragsende vollständig.
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Häufig gestellte Fragen zu Integration & Schnittstellen
Welche LIMS-Systeme unterstützt Laborakte?
Bleibt der Audit-Trail über API-Zugriffe erhalten?
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